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Die Karten haben doch einen Magnetstreifen, warum jetzt Karten mit Chip?
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Der Grund für die Erweiterung der Karten um einen Chip liegt insbesondere in der Missbrauchsbekämpfung und der damit einhergehenden Reduktion der Risikokosten. Da durch Einsatz des Chips deutlich mehr Daten als bislang auf der Karte gespeichert werden können, kann darüber hinaus ein deutlich erweiterter Funktionsumfang realisiert werden. Konkret bedeutet dies, dass neue Geschäftsfelder und neue Produkte auf Basis der Chiptechnologie am Markt etabliert werden können. Der Magnetstreifen und die Hochprägung werden auch weiterhin auf der Karte verbleiben, sodass die Bezahlung bei Firmenkunden, die noch über kein EMV-fähiges Terminal verfügen, weiter problemlos durchgeführt werden kann.
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Wofür steht eigentlich EMV?
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EMV ist die Abkürzung für Europay-MasterCard-Visa. Der EMV-Standard spezifiziert Chipkarten und die zugehörige Infrastruktur wie Terminals und Kartenlesegeräte. Durch die fortschreitende Entwicklung der Chipkartentechnologie und den damit verbundenen Einsatzmöglichkeiten, wie beispielsweise Kreditkarten- und Debitkartenzahlungen, elektronische Geldbörsen, Signaturanwendungen, wurde ein Standard benötigt, der diese Anwendungsfelder auf einer technologischen Basis zusammenführt.
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Muss man als Kartenissuer Kreditkarten mit Chip ausgeben?
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Mit dem Stichtag 01. Januar 2005 erfolgt in Europa eine sogenannte Haftungsumkehr. Das Risiko bei betrügerischen Transaktionen wird ab diesem Zeitpunkt auf denjenigen übertragen, der die Chipfunktionalität nicht unterstützt. Dies bedeutet, dass ein Firmenkunde, dessen Terminals Chipkarten unterstützen, die Haftung genau dann auf die Kartenissuer übertragen kann, wenn diese keine Chips auf den von ihnen ausgegebenen Karten aufgebracht haben. Umkehrt trägt der Firmenkunde das Risiko, wenn die Kreditkarten bereits über einen Chip verfügen, das Terminal des Firmenkunden diese Funktionalität aber nicht unterstützt.
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Welcher Chip soll auf die Karte?
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Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Chips, die sich insbesondere in ihrem Funktionsumfang und somit auch im Preis unterscheiden. Welcher Chip für welchen Issuer am besten geeignet ist, hängt wesentlich von der Produktpositionierung ab. Die Antwort ist somit abhängig von der Produktstrategie des Kartenissuers und sollte unter keinen Umständen auf rein technischer Basis getroffen werden.
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Wann sollte ein Kartenissuer ein EMV-Projekt starten?
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Die Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt für eine EMV-Migration eines spezifischen Issuers bzw. eines Produkts des Issuers sollte auf Basis des konkreten, institutsabhängigen Bedarfs getroffen werden.
Hierzu bedarf es der Analyse der vorhandenen Produktprogramme sowie der Qualifizierung und Quantifizierung der inhärenten Risiken. Die EMV-Migration bestehender Kartenprogramme dient insbesondere der Reduktion der Missbräuche und der Begrenzung vorhandener Bonitätsrisiken. Nur wer das Risiko der einzelnen Produktreihen kennt, wird den idealen Zeitpunkt für das eigene Institut in geeigneter Weise festlegen können.
Sind die Risiken, insbesondere auf Grund der im Januar 2005 erfolgenden Haftungsumkehr innerhalb eines Instituts noch nicht identifiziert, sollte umgehend eine institutsbezogene Analyse durchgeführt werden.
Die Ergebnisse dieser Analyse in Verbindung mit der institutseigenen Kartenstrategie werden den tatsächlichen Bedarf eines EMV-Migrationsprojekts sichtbar machen.
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Wer kann bei einem EMV Projekt unterstützen?
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Die Firma NOVOSEC bietet Beratungsleistungen von der Bedarfs- und Risikoanalyse bis zur Betreuung konkreter Migrationsprojekte (siehe Projektvorgehen EMV). Gerne vereinbaren wir mit Ihnen ein unverbindliches Gespräch, in dem wir Ihre institutsbezogenen Fragestellungen und Bedürfnisse aufnehmen, um auf dieser Basis einen konkreten Aktivitätenplan zu erstellen.
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Welche Funktionalitäten können auf dem Chip aufgebracht werden?
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Neben der klassischen Bezahlfunktionalität (Kredit-, Debitfunktionalität, Geldbörse) bietet der Chip eine Vielzahl an Basisfunktionalitäten, die bei der Produktdefinition zu einem kundenspezifisch abgerundeten Angebot kombiniert werden können.
Die wesentlichen Basisfunktionalitäten sind: Identifikation und Authentisierung (Bsp. TAN-Generator, digitale Signatur), Marktplatzanwendungen (Bsp. Couponing, Ticketing), elektronische Geldbörse (Bsp. GeldKarte).
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Welche Auswirkungen hat die EMV-Migration auf Kartenproduktion und Processing?
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Da der Chip karteninhaberspezifische Daten enthält, bedarf es verschiedener organisatorischer und technischer Anpassungen bei der Kartenausgabe. Darüber hinaus werden bei einer chipbasierten Bezahltransaktion auch erweiterte Anforderungen an das Autorisierungssystem gestellt.
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