Einsatzgebiete - Auf die richtige Mischung kommt es an
EMV-Karten decken ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten ab. Welche der Funktionalitäten tatsächlich auf eine Karte aufgebracht wird hängt von der Produktpositionierung ab. Aus diesem Grund bedarf es zunächst einer Analyse und Produktdefinition durch den Fachbereich bzw. das Produktmanagement des Issuers.
Die NOVOSEC AG unterstützt Sie bei der Produktdefinition und Marktpositionierung Ihres Kartenportfolios.
Gerne vereinbaren wir mit Ihnen ein unverbindliches Gespräch, in dem wir Ihre institutsbezogenen Fragestellungen und Bedürfnisse aufnehmen, um auf dieser Basis einen konkreten Aktivitätenplan zu erstellen. (siehe Projektvorgehen EMV).
1. Zahlungsverkehr
Der EMV-Standard bildet die Basis für chipbasierte Kredit- und Debitzahlungen und ermöglicht internationale bargeldähnliche Transaktionen über so genannte Geldbörsen-Systeme wie beispielsweise der GeldKarte der deutschen Kreditwirtschaft.
Zahlungsverkehrsfunktionalitäten:
- Kredit
- Debit
- Geldbörse (GeldKarte)
Die Ausgestaltung der EMV-Karte als Zahlungsmittel ist abhängig von der Produktpositionierung. Ein Kartenprodukt eines Issuers bzw. einer Bank ist entweder als Debitkarte (Bsp. Bankkarte / ec-Karte) oder als Kreditkarte (Bsp. VISA / MasterCard) positioniert.
Die besondere Bedeutung des EMV-Standards für den Zahlungsverkehr wird durch die folgende Grafik verdeutlicht:
2. Identifikation / Authentifikation
Sowohl im Zusammenhang mit Offline- als auch Online-Zahlungen bietet der EMV-Chip neue Möglichkeiten zur Identifikation des Karteninhabers. Folgende Identifikation- bzw. Authentifikations-Funktionalitäten können mit Hilfe eines EMV-Chips realisiert werden:
- Offline-PIN am Point of Sale
- Online PIN am Point of Sale oder Geldautomaten
- TAN-Generatorfunktion als Ersatz für die TAN-Liste des Internet-Banking, Mobile-Banking oder Freigabe für Verified by VISA, MasterCard Secure Code.
- Digitale Signatur als Substitut der physischen Unterschrift
Welche der Funktionalitäten aufgebracht und verfügbar gemacht werden hängt abermals von der Produktstrategie des Unternehmens ab. So kann eine Kreditkarte beispielsweise mit Hilfe der Identifikationsmechanismen auch für sichere Internetbezahltransaktionen verwendet werden, oder eine Bankkarte neben der Debit-Zahlungsfunktionalität mit Hilfe des TAN-Generators auch die physischen TAN-Liste für das Internetbanking ersetzen.
3. Zusatzanwendungen
Der Einsatz der EMV-Karten für Zusatzanwendungen rundet die Einsatzvielfalt ab. Folgende Funktionalitäten können als Zusatzanwendungen problemlos auf den EMV-Chip aufgespielt werden:
- Couponing (Verwaltung von Gutscheinen direkt auf der Karte)
- Ticketing (Ausgabe und Kontrolle von Fahrscheinen, Park- oder Kinotickets)
- Marktplatzfunktionalität
- Bonusprogramme
- Kundenerkennungsmerkmale oder Alterskennzeichen
Allein die kurze Aufzählung der Einsatzmöglichkeiten von EMV-Karten zeigt die Mächtigkeit dieses Standards. Da Chipkarten sowohl im traditionellen Handel als auch in der modernen, digitalen Welt eingesetzt werden können und somit das Bindeglied über die gesamte Wirtschaft darstellen, werden diese zunehmend an Bedeutung gewinnen.
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