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 Card Services

Das Marktwachstum von Kreditkarten und Kundenkarten ist enorm. Sowohl bei der Anzahl der ausgegebenen Karten, der Dichte der Akzeptanzstellen als auch bei den Funktionen und Applikationen auf der Karte konnte die Branche in den vergangen Jahren signifikante Steigerungsraten erzielen. Insbesondere die Umstellung der Karten im Zahlungsverkehr von Magnetstreifenkarten auf Chipkarten, die bis zum Jahr 2005 abgeschlossen sein wird, eröffnet weitere Geschäftsfelder, für die innovative Konzepte benötigt werden. Eine zentrale Rolle wird hierbei der internationale EMV-Standard einnehmen.

Kartenbasierter Zahlungsverkehr

Im Laufe der Jahre haben sich eine Vielzahl unterschiedlicher kartengestützter Bezahlverfahren im Markt der Banken und Finanzdienstleister etabliert:

  • Kreditkarten: MasterCard, VISA, AMEX, DinersClub, JCB
  • Debitkarten: electronic Cash, POZ/ELV, Maestro, VISA Electron
  • elektronische Geldbörsen: GeldKarte, Clip
  • Wertkarten: paysafecard, MicroMoney

ePayments

Der Einsatz von Kartenzahlungen im Internet und über mobile Endgeräte (Handy, PDA, Smartphone) eröffnet ein breites Einsatzspektrum über sämtliche Kundenkanäle hinweg. Im Gegensatz zu reinen Internetpayments verfügen die Kartengesellschaften über international etablierte Clearingnetze und eine enorme Kundenbasis. Die Ausgangslage zur Erweiterung des Geschäfts um den Zugangskanal Internet ist somit ideal. Nach dem SET™-Standard (Secure Electronic Transaction), der auf Grund seines hohen Komplexitätsgrades und der mangelnden Bedienerfreundlichkeit vom Markt abgelehnt wurde, warten insbesondere die Branchenführer VISA und MasterCard mit durchdachten Konzepten für die Adaption sicherer Online-Kartenzahlungen auf. Sowohl Verified by VISA (3D Secure), als auch MasterCard SPA/UCAF setzen hierbei auf sogenannte Wallet-Server, über die der Karteninhaber während der Einkaufstransaktion von seinem kartenausgebenden Institut identifiziert wird.

Identifikation

Die Zahlungsfunktion ist derzeit sicherlich die wichtigste, wenngleich nicht die einzige Funktion der Karte. Die fortschreitende technologische Entwicklung ermöglicht die Herstellung von Chipkarten, die über eigene Prozessoren verfügen und somit eine Art Minicomputer darstellen. Auf dieser Basis ist es möglich, diese Karten als digitale Ausweise zur Identifikation des Karteninhabers einzusetzen. Durch Verwendung der Karten als digitaler Legitimationsnachweis kann die Zugangskontrolle als neues Geschäftsfeld erschlossen werden, gleich, ob es sich um die physische Zugangskontrolle für Gebäude oder um die virtuelle Zugangskontrolle zu Online-Plattformen wie Portalen oder virtuellen Marktplätzen handelt. Auch hier übernehmen die Kreditkartengesellschaften die Vorreiterrolle bei der Standardisierung und haben mit dem EMV-Standard (Europay-MasterCard-Visa) bereits heute die Grundlage für eine internationale Ausweisfunktionalität geschaffen.

Signatur

Da elektronische Signaturen auf denselben technischen und kryptographischen Verfahren wie Identifikationsmechanismen basieren, eröffnet sich ein weiteres Einsatzfeld für Chipkarten. Die Chipkarte wird hierbei als sicheres Medium für rechtsgültige Unterschriften, beispielsweise nach dem deutschen Signaturgesetz, verwendet. Mittels digitaler Signaturen kann eine Vielzahl an neuen Geschäftsfeldern erschlossen werden. Nahezu jeder Vertragsabschluss, der eine physische Unterschrift erfordert, kann durch diese Technologie digitalisiert und somit einer Prozessrationalisierung unterzogen werden.

Bonussysteme

Elemente der Kundenbindung treten in einer ausgeprägten Informationsgesellschaft zunehmend in den Vordergrund. Da im Internet der nächste Konkurrent nur den vielzitierten Mausklick entfernt ist, bedarf es Verfahren, die Kunden näher an das eigene Unternehmen binden. Auch hierfür stellen Karten eine ideale Ausgangsbasis dar. Nicht zuletzt der Erfolg der Miles&More-Karten der Deutschen Lufthansa zeigt, welches Potenzial in kartengestützten Bonusverfahren liegt. Durch die Lockerung des Rabattgesetzes im Zuge der Europäischen Harmonisierung gewinnt der Markt zusätzlich an Dynamik.

Zusatzanwendungen

Da Chipkarten auch als Speichermedium verwendet werden können, ergeben sich diverse Zusatzanwendungen wie beispielsweise der Einsatz als Fahrschein oder Kinoticket. Dass diese Funktionen bereits gemeinsam mit der Geldkarte der deutschen Kreditwirtschaft in verschiedenen Städten wie Bremen in Pilotprojekten getestet werden, zeigt erneut die Vielseitigkeit und das Potenzial der Chipkarten.

Nutzen Sie die Expertise der NOVOSEC AG für Ihre Kartenprojekte. Wir bieten Ihnen detailliertes Know-How von der Geschäftsmodellerstellung bis zur Abwicklung über die Clearingsysteme auf Basis der verschiedenen nationalen und Internationalen Standards (GICC, ISO8583, SWIFT, u.a.).



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